40 Grad

Es ist Januar. Es ist Sommer. Ich laufe durch eine der unzähligen Häuserschluchten von Copacabana. Der graue Beton spendet mir Schatten. Es ist früher Nachmittag und sehr heiß. Um die vierzig Grad. Ich schwitze, bin von oben bis unten nass und habe gleichzeitig Durst. Menschen strömen links und rechts an mir vorbei. Viele beenden gerade ihre Mittagspause und suchen ihren Weg zurück zur Arbeit. Touristen. Rentner. Kinder. Arm und reich. Schwarz und weiss. Schon lange überlege ich, wie ich meinen Blog beginne. Sehe öfters nur Bruchstücke eines gelungenen Einstiegs. Schreibe. Verwerfe wieder alles. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Es ist verdammt heiß. Und dennoch sind die Menschen unterwegs. Warum auch nicht?